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Sep 09

La Llorona – Lhasa de Sela

lhasaReview von  Wolfgang Zwack:

“De Cara A La Pared” beginnt mit rhythmischem Plätschern im See der Tränen. Eine klagende Violine verhallt, und eine Stimme setzt ein, die den Hörer sofort in ihren Bann zieht: “Llorando …”. Lhasa de Sela erfreut uns mit traurigen Liedern. Trotz des weltumspannenden Charakters wurzelt ihr großartiges Debüt tief in der mexikanischen Tradition. “La Llorona” (sprich “Joróna”), eine aztekische Rachegöttin, verwandelt die Männer mit ihrem melancholischen Gesang zu Stein. Diese Figur und die gleichnamige Volksweise, unter anderem auch von Chavela Vargas interpretiert, inspirierten Lhasa zu elf bittersüßen Chansons. In Yves Desrosiers fand die musikalische Vagabundin amerikanisch-mexikanischer Abstammung einen kongenialen Gitarristen, dessen exzellente Arrangements die gesamte Produktion veredeln.

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